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Name: God of War 3
Entwickler: Sony Santa Monica
Publisher: Sony
Genre: Action-Adventure
USK: 18+
     
(15.04.2010) In vier Tagen ist es soweit und der dritte Teil der God of War-Trilogie erblickt offizieller Weise die Käufer in den Geschäften. Kratos ist nach den ersten zwei Einträgen mit den Titanen unterwegs auf die Spitze des Olymp wo Zeus und Götterfreunde wartend zum Kampf bereitstehen. Wird unser Held sein Ziel erfüllen und endlich die verdiente Ruhe finden?
 
Ein wahrer Krieger blickt nie zurück
Der erste Kampf findet ohne große Umwege gleich direkt auf Gaia statt und man wird sich zum ersten Mal richtig bewusst, wie gigantisch der Sprung von Playstation 2 auf Playstation 3 ist. Die Ausmaße der Level und Erhabenheit der Grafik suchen im Moment Seinesgleichen. Doch eines nach dem anderen. Beim ersten Feindkontakt wird man wieder an die Steuerung erinnert, die sich mit leichten Schlägen auf Viereck, starken Schlägen auf Dreieck und der Möglichkeit zu werfen auf Kreis präsentiert. Mit L1 wird geblockt und dem richtigen Timing gekontert, der rechte Stick lässt Kratos mit einer Rolle ausweichen und die restlichen Schulterknöpfe fügen weitere Angriffsmöglichkeiten beziehungsweise Kampfmodifikationen hinzu.
 
In den meisten Teilen des Spieles wird man mit altbekannten, kleineren Gegnern Kräfte messen, die Dank der PS3 Grafikleistung einer gehörigen Frischzellenkultur unterzogen wurden. Hin und wieder machen sich etwas stärkere Kontrahenten bemerkbar, teilweise auch mit wunderbar in Szene gesetzten Kameraeinstellungen. Wie es sich auch für ein geniales Action Adventure gehört, bilden epische Bosskämpfe an gut platzierten Stellen den richtigen Grad an Abwechslung. Das Tempo der Durchführung von God of War 3 ist sehr gut gelungen und lässt in keiner Sekunde Langeweile aufkommen. In den ganzen 10 Stunden auf Normal gab es leider zwei Szenen, die alles andere als unterhaltsam waren. Vielleicht lag es am fehlenden Skill und der Beherrschung der Kampfkünste, doch selten habe ich so oft ins Gras gebissen wie an diesen Stellen.
 


Eine Neuerung im Gameplay ist das Wechseln der Waffen. Zwar kann man wie gehabt mit dem Steuerkreuz willkürlich hin und herschalten, allerdings lässt sich der Tausch nun in den Schlagkombinationen einbauen. Man beginnt zum Beispiel eine Kombo mit der ersten Waffe, wechselt auf die nächste, wodurch ein zusätzlicher Hit eingebaut wird, und attackiert feucht fröhlich weiter. So entstehen die verrücktesten Ansammlungen an Hits und man versucht immer und immer wieder einen draufzusetzen.
 
Eine Wand die keine ist
Geht es mal nicht äußerst brutal und blutig zur Sache, so steht der Spieler Rätselaufgaben oder Platforming-Passagen gegenüber. Erstere sind im dritten Teil im Vergleich zur Action von geringerem Anteil, bieten aber im Großen und Ganzen unterhaltsame Kost. Da hätten wir zum Beispiel wieder alteingesessene Schalterrätsel oder versteckte Wege, die dank des Kopfes eines gewissen Gottes für Kratos sichtbar werden. Es gab sogar eine Passage, die Gebrauch von Perspektiven machte und so mehr Hirnaktivität verlangte als üblich, sehr genial.  
 
Der Platforming-Aspekt ist gelungen wie eh und je und gewinnt einiges an Unglaublichkeit dank der zuvor erwähnten riesigen Level. Man springt, schwingt und fliegt durch die Umgebungen. Neu hinzugekommen sind im ganzen Abenteuer verteilte Items, die beispielsweise Extraattribute wie unendlich Magie verleihen. Um diese jedoch einsetzen zu können, muss man das Game zuerst einmal vollenden. Als ich die Boni dann allerdings beim zweiten Playthrough auf einem höheren Schwierigkeitsgrad aktivieren wollte, wurde mir nochmals gesagt, dass ich diese Stufe erst durchspielen muss. Also kann man anscheinend die Items nur auf dem gleichen Schwierigkeitsgrad benutzen oder man wird tatsächlich gezwungen ein zweites Mal zu spielen.
 
 

A painting come to life
Als David Jaffe obigen Satz äußerte, als er God of War 3 in Aktion erlebte, war die Community natürlich gespalten. Einerseits sprachen Fans von der Wiedergeburt Jesu während Zocker des gegenteiligen Lagers nur den Kopf schüttelten. Ich muss sagen, dass Mister Jaffe nicht Unrecht hat. Angefangen von den oft erwähnten gigantischen Level über Texturen die Artwork gleichen bis hin zu Animationen, Lichteffekten und perfekt eingesetztem Motion Blur, God of War 3 setzt für mich den neuen Standard in Sachen Grafik. Man kann seinen Augen manchmal einfach nicht glauben, wie traumhaft gewisse Szenen realisiert wurden. Dies alles gepaart mit Adrenalin fördernden Kamerafahrten setzen die Messlatte wieder ein sattes Stück nach oben. Natürlich hilft es auch ungemein, dass mir persönlich der Stil und die Umsetzung der griechischen Mythologie sehr gefallen. Es gibt im ganzen Spiel einfach nichts zu bemängeln.

Beinahe hätte ich das neue Design der aufleuchtenden Knöpfe bei Quick Time Events vergessen. Während in den Vorgängern die Knöpfe jeweils unter dem Monster erschienen, platziert Sony Santa Monica diesmal die Knöpfe da, wo sie auch am Controller liegen. Wird zum Beispiel das Dreieck zum Drücken verlangt, so wird es am oberen Bildschirmand in Kombination mit einem weiß aufblitzenden Balken zu sehen sein. So muss man sich als Spieler nicht mehr unbedingt die Buttons auswendig merken, da man einfach die Position am Bildschirm auf dem Pad kopieren kann.
 
Auch der Sound darf nicht zu kurz kommen und so kracht es aus allen Ecken mit der passenden 5.1 Dolby Surround Anlage. Während faszinierenden Sequenzen gesellt sich ebenso epische wie glorreiche Musik hinzu, die das Gesamtpaket God of War 3 hervorragend abrunden. Die englischen Stimmen sorgen für die richtigen Gefühle und Atmosphäre und zeigen wieder einmal mehr, warum die originale Sprachausgabe in den meisten Fällen die Synchronisation übertrumpft. Ein Soundeffekt konnte mich besonders überzeugen. Im späteren Verlauf erhält man eine gewisse Waffe, mit der Onyx zerschlagen werden kann. Das Geräusch, welches pro Treffer zu hören ist, kann einfach nicht mit läppischen Worten beschrieben werden.
 


Fazit
God of War 3, das Ende einer ruhmreichen Trilogie, zieht nochmals alle Register und verzaubert die Konsolenwelt mit einem ebenso fantasievollen wie actionreichen Abenteuer.  Altbewährtes wurde perfektioniert und Neurungen geschickt eingefügt. Das Spiel unterhält einen von Anfang bis zum Ende und setzt gerade zum Schluss noch einen drauf. Also Freunde, solltet ihr God of War 3 nicht sowieso schon längst vorbestellt haben, wird es allerhöchste Eisenbahn.
 
Noch ein nettes Detail zum Schluss: Laut Game Director Stig Asmussen soll man mit dem Titel die Konsole nur bis zu 50 Prozent ausgenutzt haben. Sollte dies wahr sein, dann freue ich mich auf weitere Jahre der aktuellen Konsolengeneration!  [ 9 ] 10: Sublime
  9: Outstanding
  8: Excellent
  7: Great
  6: Good
  5: Average
  4: Poor
  3: Terrible
  2: Awful
  1: Why bother?



  
 Atemberaubende Grafik
 Episches Abenteuer
 Überragender Abschluß der Trilogie