|
||||||||||||||||
|
Stellt euch vor ihr seid einer der vier Reiter der Apokalypse. Die Glocken für die totale Vernichtung wurden geläutet und ihr macht euch auf den Weg zur Erde um dort alles zu vernichten. Irgendetwas scheint jedoch nicht ganz zu stimmen. Nach kurzer Zeit schon verliert ihr einen Teil eurer Kraft und auch das Pferd kann nicht mehr gerufen werden. Selbst in einen Dämonen könnt ihr euch nicht mehr verwandeln. Was ist genau passiert? Es hat sich jemand den teuflischen Scherz erlaubt, das Signal zu früh zu geben und so werdet ihr vor einem Konzil zur Rechenschaft gezogen. Nach jeder erdenklichen Logik möchte man natürlich nur eines: Rache. So, und mit deutlich mehr Tiefgang, beginnt das Abenteuer in Darksiders von Vigil Games. Eine Hommage oder schamlose Kopie?(klick) Videospiele gibt es nun schon länger als 20 Jahre und somit ist es nicht verwunderlich, wenn es das ein oder andere Konzept zuvor schon einmal gab. Im Vorfeld zu Darksiders waren Berichte im Netz zu lesen, dass sich das Kampfsystem einerseits stark jenem von God of War ähnelt und andererseits etliche Features aus einem Zelda-Spiel beherbergt. Hier könnte ich nun ansetzen und mit böser Miene fleißig über besagtes Kopieren schimpfen. Doch wozu? Wozu die Laune verderben, wenn man doch mit dem Begriff Hommage viel glücklicher in das Game einsteigt? ![]() Darksiders - eine Hommage an fabelhaften Spielen Wo soll ich bloß beginnen. Im Anfangskapitel des Spieles bekommt man die Grundfunktionen erklärt und meistert diese relativ schnell. War, so der Name des Hauptcharakters, ist im Besitz des Chaos Blade, womit er nach Herzenslust seine Feinde, bestehend aus grausamen Bestien und Engeln, alles andere als nett behandelt. Die Moves sind zu Beginn noch begrenzt und werden mit dem Fortschreiten des Spieles erweitert. Auch die Stärke des Schwertes erhöht sich, je mehr Gegner dem kalten Stahl zum Opfer fallen. Ihr seht hier also schon einen gewissen RPG-Einfluss. Wie werden die neuen Attacken gekauft? Im Spiel verteilt finden sich diverse Truhen mit blauen, grünen oder gelben Seelen. Die blaue Variante dient der Aufstockung des Angriffsinventars. Beim vertrauenswürdigen Händler Vulgrim stehen entweder neue Attacken oder höher levelige zur Verfügung. Der grüne Bruder füllt die Lebenskraft von War auf, während das gelbe Etwas für die Wrath-Anzeige zuständig ist. Wrath ist sowas wie ein Bonus für Zusatzangriffe, die neben dem normalen Schwingen des Schwertes erscheinen. Einer davon lässt zum Beispiel mehrere Chaosklingen rund um War aus dem Boden empor schießen, was gut für umzingelnde Monster eingesetzt werden kann. Um nicht zu viel zu spoilen sei gesagt, dass das Chaos Blade nicht der einzige Todmacher sein wird. ![]() War wird nicht nur sein Arsenal vergrößern sondern auch verschiedenste Statusattribute finden und erwerben können. Da hätten wir beispielsweise das Entziehen von Lebenspunkten bei Feindkontakt oder extra Schutz bei Projektilattacken. Ich könnte euch natürlich alles ausführlicher erzählen, ich möchte aber, dass ihr dieses geniale Game und seine Feinheiten selbst erlebt. Doch warte, wo sind jetzt die Einflüsse von Zelda? Na gut, wenn es sein muss, ich nenne einfach ein paar Dinge. Bumerang, Kompass, oder wie wäre es mit Herzteilen? Die grafische Präsentation wird neben einer eigens entwickelten Engine auch von Joe Madueira (Joe Mad) mitgestaltet. Der Comiczeichner bringt seinen eigenen Stil perfekt in das apokalyptische Szenario ein. Auch wenn War selbst etwas zu bunt erscheint, bringt es doch frischen Wind in unseren "braunen" Gaming-Alltag. Die getestete PS3-Version rennt zum Großteil flüssig und prahlt mit schönen Effekten und einer Vielfalt an unterschiedlichen Dungeons. Die Dämonenform von War sieht einfach nur atemberaubend aus. Die Hintergrundmusik wirkt sehr episch und passt sich dem Geschehen an. Während dem Erforschen der Levels ist es grundlegend ruhig, was optimale Konzentration für die Rätsel bietet. Sobald Monster da sind, geht es aber natürlich zur Sache. ![]() Fazit Nach mehr als zwölf Stunden auf dem Schwierigkeitsgrad Normal spielte bei uns Darksiders die letzte Sequenz ab. Vigil Games hat ein Meisterwerk an klug zusammengefügten Spielelementen und Action heraufbeschworen, das im Jahre 2010 noch für längere Zeit Seinesgleichen suchen wird. Das Kämpfen, die Grafik, die Erforschung der Dungeons und der generelle Zelda-Vibe brachten das Gefühl hervor, immer noch ein weiteres Kapitel spielen zu müssen, bis dann schlussendlich der Schlaf siegte. Ich habe in diesem Bericht Etliches nicht erwähnt, was euch im Spiel noch erwarten wird. Es ist einfach schöner jene Dinge selbst zu erleben, anstatt sie von einem einfachen Schreiberling zu erfahren. Seid also bitte so nett und holt euch Darksiders von Vigil Games und THQ, damit diese edlen Herren einen weiteren Teil erschaffen können. Ihr werdet es nicht bereuen! [ 8.5 ] 10: Sublime 9: Outstanding 8: Excellent 7: Great 6: Good 5: Average 4: Poor 3: Terrible 2: Awful 1: Why bother?
|
||||||||||||||||














